Tuta absoluta: kleines Insekt, großer Einfluss auf den Tomatenanbau

Tuta absoluta ist eine kleine Motte, die in kurzer Zeit schwerwiegende Folgen für den Tomatenanbau haben kann. Die Larven schädigen Blätter, Stängel und Früchte, schwächen die Ernte und üben Druck auf die Produktqualität aus. Aufgrund der raschen Entwicklung und aufeinanderfolgender Generationen kann der Schädlingsdruck schnell zunehmen, weshalb eine rechtzeitige Erkennung und Präventivmaßnahmen unerlässlich sind.

Was ist Tuta absoluta?

Tuta absoluta, auch bekannt als Tomate Leafminer, ist ein invasives Insekt mit einer Größe von etwa 6—7 mm. Die erwachsenen Falter sind hauptsächlich nachtaktiv und verstecken sich tagsüber in der Pflanze. Die Larven ernähren sich vom Gewebe von Blättern, Stängeln und Früchten, wodurch die Blattpassagen geschädigt werden und nekrotische Flecken entstehen. Dies kann zu einer geschwächten Ernte und einem Qualitätsverlust der Ernte führen.

Lebenszyklus und Vertrieb

Die Motte hat einen schnellen Lebenszyklus. Unter günstigen Bedingungen kann die Entwicklung vom Ei zum erwachsenen Insekt nur wenige Wochen dauern. Weibchen legen ihre Eier auf Blätter oder Stängel, sodass mehrere Generationen pro Erntezyklus möglich sind. Aufgrund dieser schnellen Fortpflanzungsfähigkeit ist eine rechtzeitige Erkennung und Bekämpfung von entscheidender Bedeutung.

Anerkennung und Überwachung

Eine frühzeitige Signalisierung ist unerlässlich, um Schäden zu begrenzen. Dies kann erfolgen über:

  • Pheromonfallen: locken männliche Motten an und geben Aufschluss über Präsenz und Aktivität.
  • Sichtkontrolle: Eine regelmäßige Überwachung der Blätter und Früchte ist notwendig, um Larvenschäden zu erkennen, da Pheromonfallen nur erwachsene Motten erkennen.

Durch diese Kombination von Überwachung kann eine beginnende Infektion schnell erkannt und behandelt werden.

Kontrolle und Prävention

Eine integrierte Strategie ist unerlässlich, um Tuta absoluta unter Kontrolle zu halten. Hier können mehrere Maßnahmen kombiniert werden.

Biologische und natürliche Maßnahmen

  • Nützlinge wie Raubwanzen und Parasitoide können die Larven unterdrücken und so die Population einschränken.
  • Eine Pheromonverwirrung kann verwendet werden, um die Fortpflanzung der Motte zu beeinträchtigen. Durch die Verbreitung von Pheromonen im Gewächshaus ist es für Männchen schwierig, nach Weibchen zu suchen.

Chemischer Pflanzenschutz

In einigen Fällen können chemische Pflanzenschutzmittel Teil der Bekämpfung von Tuta absoluta sein. Ihre Verwendung wird jedoch zunehmend durch nationale und europäische Gesetze geregelt. Infolgedessen liegt der Fokus zunehmend auf präventiven, mechanischen und biologischen Lösungen.

Physikalische Maßnahmen: Insektennetze als zentrale Maßnahme

Insektennetze sind eine der wirksamsten Präventionsmaßnahmen gegen Tuta absoluta und ein wichtiger Bestandteil einer integrierten Strategie. Durch die Installation feinmaschiger Maschen in Lüftungsöffnungen, Lüftungsöffnungen und Türen:

  • Es begrenzt wirksam das Eindringen ausgewachsener Motten und reduziert den anfänglichen Schädlingsdruck in der Kultur erheblich.
  • Die Ernte bleibt intakt, da das Netz keinen Einfluss auf das Wachstum oder die Produktqualität hat.
  • Verbessert die Wirkung anderer Maßnahmen wie biologischer Bekämpfungsmittel und der Überwachung, da weniger neue Motten die Pflanzen erreichen.
  • Trägt zu einem ständigen Schutz während der gesamten Vegetationsperiode bei, wodurch das Risiko von Ausbrüchen verringert wird.
  • Kann leicht in bestehende Gewächshauskonstruktionen integriert werden und ist somit eine praktische Lösung, die nur wenige betriebliche Anpassungen erfordert.

Insektennetze bilden eine physische Barriere, die eine erste Verteidigungslinie darstellt. In Kombination mit Überwachungs- und biologischen Maßnahmen kann es den Schädlingsdruck wirksam reduzieren und das Risiko von Schäden durch Tuta absoluta erheblich verringern. Achten Sie darauf, dass das gewählte Insektenschutzgitter eine Maschenweite hat, die für die Tuta absoluta undurchdringlich ist. Geeignete Insektenschutzgitter: Ornata Plus 80, Ornata Addu 80100 und Ornata Light 2.0.

Hygiene und Fruchtfolge

Eine gründliche Reinigung und Entfernung von Ernterückständen während der Fruchtfolge reduziert das Risiko einer erneuten Kontamination. Unmittelbar nach der Wiederbepflanzung kann die Überwachung erneut gestartet werden, um eventuelle Einschleppungen schnell zu erkennen und zu kontrollieren.

Tuta absoluta in der Praxis beherrschen

Tuta absoluta bleibt eine wichtige Herausforderung im Tomatenanbau. Trotz ihrer geringen Größe kann die Motte Blätter, Stängel und Früchte erheblich schädigen. Durch rechtzeitige Überwachung, den Einsatz biologischer und präventiver Maßnahmen und physischer Barrieren wie Insektenschutzgitter kann der Schädlingsdruck wirksam begrenzt werden. Die Integration dieser Maßnahmen in ein vollständiges Bekämpfungsprogramm ist entscheidend, um die Auswirkungen dieses Schädlings zu minimieren und den Ertrag und die Qualität der Pflanzen zu schützen.